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Eine kulturelle Provokation

Ausgelöst durch das Ende kolonialer Grossmacht-Illusionen ist in Europa derzeit eine islamische «Reconquista» im Gange, welche durch eine Geburtenfreudige muslimische Diaspora, vor allem im Westen des Kontinents, ihren Fatalen Niederschlag findet. Der seit dem Sturz des Schah 1979 in Mode gekommene politische Islam revolutionärer Prägung, dient als Begleiterscheinung einer Entwicklung, an deren Ende die Erfüllung islamischer Kalifatsideen auf abendländischem Boden stehen könnte.  In vielen westlichen Grossstädten wird das Gesetz des Propheten, gemeinhin als Scharia bekannt, mehr denn je zur gelebten Realität. Fern aller Träume einer funktionierenden Multikulturalität haben sich da längst Parallelgesellschaften etabliert. Für den traditionsbewussten blutstämmigen Europäer nur schwer erträglich prägt das Minarett, vor allem aber auch die Burka, der Niqab, das Vorstadtbild so mancher britischer oder französischer Metropole. Was im Orient als selbstverständlicher Ordnungsfaktor seine berechtigung findet und die dortige Identität bestimmt, wirkt von der iberischen Halbinsel bis Wien als Fremdkörper, bedroht das kulturhistorische Erbe, welches uns in blutigen Abwehrkämpfen durch Heerführer wie Karl Martell oder Prinz Eugen hinterlassen wurde. Ganze Regionen in Grossbritannien, Frankreich, oder Belgien fallen so immer mehr den Ansprüchen dieses politischen Islams anheim. Auch hier in der Schweiz breitet sich dieser Glaube zum Teil in Form eines Modetrends konvertierender Einheimischer rasant aus, eine Entwicklung, welche abgebremst und 2006 vom Stimmvolk abgesegnet in einem Minarett-Verbot mündete. Selbst die stetige Ausbreitung der Burka, welche als äusserliches Merkmal muslimischer Religiosität erkennbar ist, ist ein reales Faktum, das trotz der naiven Grundhaltung Linker bzw. liberaler Weltverbesserer in absehbarer Zeit nicht nur von einzelnen Touristinnen getragen, auch auf die Schweiz überschwappen dürfte. Das Egerkinger Komitee um SVP-Nationalrat Wobmann scheint hier als einzige politische Kraft im Land diese Gefahr zu erkennen. «Gefahr im Verzug» heisst dies im Justizjargon. Von einer multikultibefangenen Linken und politischen Mitte bekämpft, geht dieses Volksbegehren die Problematik jedoch nur oberflächlich an. Um einer womöglich allseits drohenden Islamisierung begegnen zu können, bedarf es einer radikalen migrationspolitischen Wende von dieser seit Jahrzehnten betriebenen liberalen Einwanderungspraxis, hin zu einer Politik der Remigration. Der völlig verfehlte Ansatz über integrative Massnahmen fremder Kulturen als Teil einer neu konstruierten «eigenen Identität» erscheinen zu lassen, birgt Gefahren in sich, welche das althergebrachte Denken und Handeln abendländischer Provenienz in Frage stellt.  Ein Ja am 7. März setzt vor diesem Hintergrund ein Zeichen gegen den überbordenden Multikulturalismus der Gegenwart.

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